Dieselpreis in Österreich auf Jahreshoch – Diesel über 2,26 Euro

Redaktion2 min read18.09.2026, 00:00vor 2 Wochen
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Dieselpreis in Österreich auf Jahreshoch – Diesel über 2,26 Euro

Der Dieselpreis in Österreich ist am Mittwoch auf den höchsten Stand seit März 2026 gestiegen und hat damit ein neues Jahreshoch erreicht.

Der Dieselpreis in Österreich hat am Mittwoch mit 2,268 Euro je Liter ein neues Jahreshoch erreicht und damit den höchsten Stand seit März 2026 markiert. Das geht aus Daten der E-Control hervor, die der Autofahrerklub ÖAMTC am Donnerstag aussandte. Superbenzin kostete 1,959 Euro je Liter – bis zum bisherigen Rekord von Juni 2022 fehlen damit noch 14 Cent.

Auslöser ist der anhaltende Iran-Krieg, der die Treibstoffpreise seit Monaten nach oben treibt. Seit Kriegsbeginn sind Diesel und Benzin um rund 50 Cent pro Liter teurer geworden. In der Woche vor Kriegsausbruch lag der Mittelwert für Diesel noch bei 1,57 Euro, für Benzin bei 1,52 Euro. Einen vergleichbar starken Anstieg gab es zuletzt 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, als beide Treibstoffe binnen zwei Wochen ebenfalls um rund 50 Cent zulegten.

In Deutschland hat sich die Lage parallel zugespitzt: Diesel kostete dort am Mittwoch im bundesweiten Tagesschnitt 2,453 Euro und übertraf damit laut ADAC den bisherigen Rekord vom April. Benzin markierte mit 2,314 Euro bereits das fünfte Rekordhoch in Folge.

Der hohe Dieselpreis in Österreich befeuert die Debatte über staatliche Entlastungen. Der ÖAMTC fordert eine EU-weite Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, um Mineralölsteuer und CO2-Bepreisung senken zu können, sowie eine strengere Kontrolle der internationalen Preisnotierungen für Diesel und Super. Die Wirtschaftskammer-Sparte Transport und Verkehr verlangt Entlastungen bei den Energiekosten für Betriebe, ähnlich dem angekündigten Strompreisdeckel. Die steirische Sparte Gewerbe und Handwerk schlägt eine Rückerstattung von 25 Cent je Liter für gewerblich genutzten Treibstoff von Oktober bis Dezember 2026 vor. Die FPÖ fordert erneut die Abschaffung der CO2-Steuer und eine Halbierung der Mineralölsteuer.

VCÖ und WWF setzen dagegen auf Verbrauchsreduktion: Spritspar-Kampagnen, einen schnelleren Umstieg auf Elektrofahrzeuge auch bei Transportunternehmen sowie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Solange der Iran-Krieg andauert, dürfte der Dieselpreis in Österreich auf dem aktuellen Niveau bleiben.

Was heißt das für Vermieter?

Steigende Dieselpreise verteuern Anfahrten von Handwerkern, Hausbetreuung und Winterdienst – Kosten, die über die Betriebskostenabrechnung an Mieter weitergegeben werden können, sofern sie unter die abrechenbaren Positionen des MRG fallen. Wer Ölheizungen betreibt oder Liegenschaften mit eigenem Fuhrpark verwaltet, sollte die höheren Treibstoffkosten bei der nächsten Betriebskostenvorauszahlung einkalkulieren. Bleibt der Iran-Krieg ungelöst, ist mit anhaltend hohem Preisniveau bis in den Winter zu rechnen.