Immobilienmarkt in Österreich wächst im ersten Halbjahr kräftig

Von Jänner bis Juni wurden in Österreich um 22,3 Prozent mehr Immobilien verbüchert als im Vorjahr, in allen neun Bundesländern.
Der österreichische Immobilienmarkt hat im ersten Halbjahr deutlich zugelegt: Laut dem aktuellen Immobilienspiegel des Makler-Netzwerks Remax wurden von Jänner bis Juni 66.591 Immobilien verbüchert, ein Plus von 22,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Wachstum zeigte sich in allen neun Bundesländern.
Besonders stark war der Zuwachs in der Steiermark mit 29,4 Prozent, gefolgt von Tirol mit 29,0 Prozent und Vorarlberg mit 28,1 Prozent. Auch bei Eigentumswohnungen legte die Nachfrage kräftig zu: Im ersten Halbjahr wurden um 25,3 Prozent mehr Wohnungen gekauft als im Vorjahreszeitraum, wie aus dem Remax-Immobilienspiegel hervorgeht.
Als einer der Treiber gilt das Auslaufen der befristeten Gebührenbefreiung für die Eintragung von Pfandrechten im Grundbuch. Sie war Ende Juni ausgelaufen, wer eine Finanzierung noch von der Befreiung profitieren lassen wollte, musste den Kauf entsprechend vorziehen. Diese Vorzieheffekte dürften einen Teil des Anstiegs im ersten Halbjahr erklären.
Was heißt das für Vermieter?
Die steigende Zahl an Verbücherungen deutet auf eine spürbare Belebung der Nachfrage nach Eigentum hin, was mittelfristig auch das Angebot an Mietobjekten und die Preisdynamik am Markt beeinflussen kann. Wer selbst eine Immobilie kaufen oder verkaufen will, sollte einkalkulieren, dass die Gebührenbefreiung für Pfandrechtseintragungen ausgelaufen ist und damit Nebenkosten für neue Finanzierungen wieder anfallen. Für Vermieter mit Kaufplänen lohnt sich ein Blick auf die tatsächlichen Grundbuchgebühren, bevor die nächste Finanzierung fixiert wird.
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