Korneuburger Werftareal: Neuer Anlauf nach drei Jahren

Der Gemeinderat von Korneuburg hat am 30. September Chris Müller mit der Projektentwicklung für das Werftareal beauftragt, zuerst soll eine gemeinsame Vision entstehen.
Der Gemeinderat von Korneuburg hat am 30. September die Projektentwicklung für das Werftareal an den Linzer Unternehmer und Künstler Chris Müller vergeben. Damit gibt es nach drei Jahren Stillstand einen neuen Anlauf für das Gelände an der Donau, wie der Standard berichtet.
SPÖ und Grüne stimmten gegen den Beschluss. Sie hatten gefordert, die Abläufe anders zu ordnen.
Vision vor Verkauf
Im ersten Schritt soll eine gemeinsame Vision für das Areal erarbeitet werden. Vorgesehen sind laut dem Bericht Kultur, Industrie und öffentliche Nutzungen. Diese Vision soll stehen, bevor die Flächen veräußert werden, die nicht im Besitz der Stadt sind und derzeit im Konkursverfahren zum Verkauf stehen.
Teile des Geländes werden bereits kulturell genutzt, etwa durch einen Beachclub. Die Reihenfolge ist der Kern des Gemeinderatsbeschlusses: erst die gemeinsame Zielsetzung, dann der Verkauf der Konkursflächen.
Was heißt das für Vermieter?
Für Eigentümer und Investoren in Korneuburg ist das Areal ein Standort, dessen künftige Nutzung nun politisch vorgezeichnet wird. Eine Mischung aus Kultur, Industrie und öffentlichen Nutzungen kann das Umfeld verändern, konkrete Auswirkungen auf Mieten oder Preise lassen sich aus dem Beschluss aber nicht ableiten. Wer in der Nähe Objekte hält oder kaufen will, sollte die Vergabe der Konkursflächen und die Ergebnisse des Visionsprozesses verfolgen.
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