OeNB-Immobiliengruppe: 1 Mrd. Euro Verlust im Jahr 2025

Die Nationalbank weist für 2025 ein Minus von 1,023 Mrd. Euro aus, ihre IG Immobilien-Gruppe bleibt Teil des angeschlagenen Portfolios.
Die Oesterreichische Nationalbank hat für 2025 ein negatives Geschäftsergebnis von 1,023 Mrd. Euro ausgewiesen. Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Jahr 2024 in Höhe von 4,184 Mrd. Euro ergibt das einen Bilanzverlust von 5,207 Mrd. Euro, wie die OeNB im Jahresbericht mitteilte, über den Der Standard berichtete.
Die IG Immobilien-Gruppe der Notenbank wird im selben Bericht weiterhin als Teil des Immobilienvermögens der OeNB geführt. Ziel sei eine nachhaltige Wertsteigerung des Portfolios. Die betriebsnotwendigen Liegenschaften der Notenbank stellt daneben die BLM bereit.
Als Hauptgrund für das Minus nennt die OeNB die deutlich gesunkenen Leitzinsen. Das habe das Nettozinsergebnis zwar verbessert, der Verlust sei aber weiterhin hoch geblieben. Immerhin fiel das Ergebnis 2025 kleiner aus als im Jahr davor.
Parallel dazu hat die OeNB mit Wirkung vom 16. September 2026 die Basis- und Referenzzinssätze geändert. Solche Anpassungen wirken sich in der Praxis vor allem auf variabel verzinste Kredite und zinsabhängige Vertragsklauseln aus.
Was heißt das für Vermieter?
Die Verlustzahlen der OeNB selbst haben keine mietrechtliche Bedeutung für Hauptmietzins oder Betriebskosten nach MRG. Relevant ist für private Vermieter vor allem das dahinterliegende Zinsumfeld: Wer eine Finanzierung mit variabler Verzinsung laufen hat, sollte die Änderung der Referenzzinssätze vom 16. September im Blick behalten, da sie Kreditraten und Anschlussfinanzierungen unmittelbar betrifft. Der anhaltende Druck im gewerblichen Immobilienkreditsegment, den die OeNB in ihren Berichten beschreibt, kann zudem Verhandlungen über neue oder verlängerte Kredite beeinflussen.
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