Paketsteuer: Ab 1. Oktober 2,40 Euro pro Paket in Österreich

Ab 1. Oktober 2026 gilt in Österreich eine Paketsteuer von 2 Euro pro zugestelltem Paket, die mit Umsatzsteuer auf bis zu 2,40 Euro steigt.
Österreich führt ab 1. Oktober 2026 eine nationale Paketsteuer ein. Sie beträgt 2,00 Euro pro zugestelltem Paket und kann alternativ pro Bestellung abgerechnet werden. Inklusive Umsatzsteuer liegt die Belastung bei 2,40 Euro (20 % USt) beziehungsweise 2,20 Euro (10 % USt).
Die Regelung steht im Paketsteuergesetz, das Teil des Budgetbegleitgesetzes 2027/2028 ist. Sie gilt für Zustellungen, bei denen die Steuerschuld nach dem 30. September 2026 entsteht.
Wer zahlt die Abgabe?
Steuerpflichtig sind nicht die Endkunden, sondern Unternehmer mit einem Versandhandelsumsatz von mehr als 100 Mio. Euro im Inland im vorangegangenen Wirtschaftsjahr. Erfasst werden Fernabsatzgeschäfte, also Verträge, die ausschließlich über Fernkommunikationsmittel zustande kommen.
Die Paketsteuer ist als Selbstbemessungsabgabe konzipiert. Die betroffenen Unternehmen melden und zahlen quartalsweise, spätestens am letzten Kalendertag des Monats nach dem Erklärungszeitraum.
Preiseffekt für Konsumenten
Ob und in welchem Umfang die Händler die Abgabe an Kunden weitergeben, ist ihre Entscheidung. Öffentlich wird diskutiert, dass die Steuer zusammen mit der Umsatzsteuer die Preiserhöhung über den Nominalwert von 2 Euro hinaus treibt. Onlineshopping wird damit bei den betroffenen Großhändlern und Plattformen teurer.
Was heißt das für Vermieter?
Eine unmittelbare Steuerpflicht ergibt sich für private Vermieter nicht. Relevant wird die Abgabe nur indirekt: Wer Einrichtung, Haushaltsgeräte, Ersatzteile oder Renovierungszubehör regelmäßig bei großen Onlinehändlern bestellt, kann je Lieferung 2,20 bis 2,40 Euro mehr zahlen. Bei Möblierung oder größeren Beschaffungen mit mehreren Einzelpaketen summiert sich das leicht, bleibt aber insgesamt ein geringer Kostenfaktor.
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