Salzburg: Amtsgebäude weicht Wohnbau mit 8.520 m²

Redaktion2 min read26.09.2026, 00:00vor 7 Tagen
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Salzburg: Amtsgebäude weicht Wohnbau mit 8.520 m²

Das Land Salzburg verkauft sein Amtsgebäude in der Michael-Pacher-Straße an die Gswb, die dort geförderte Wohnungen errichten soll.

Das Land Salzburg hat für sein Amtsgebäude in der Michael-Pacher-Straße 36 einen Käufer gefunden: Die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Gswb übernimmt die Liegenschaft für 9,54 Millionen Euro. Das meldet die Kronen Zeitung. Auf dem 8.520 m² großen Areal sollen künftig geförderte Wohnungen statt Büros entstehen.

Das Bürogebäude aus den 1960er-Jahren beherbergt derzeit noch rund 370 Landesmitarbeiter. Die Gswb steht zu je 50% im Eigentum von Land und Stadt Salzburg und gilt damit als naheliegende Käuferin für ein Objekt, das öffentlich bleiben, aber neu genutzt werden soll.

Vorgesehen sind laut Bericht 70% geförderte Mietwohnungen und 30% geförderte Eigentumswohnungen. Ein Landtagsbeschluss bildet die rechtliche Grundlage für dieses Wohnbauprogramm; ohne ihn hätte das Land die Liegenschaft nicht verwerten können. Konkrete Baupläne für die künftigen Wohnungen liegen noch nicht vor.

Zuvor war von einem Verkauf Mitte 2026 und einer Übergabe Mitte 2027 die Rede, abhängig von der Fertigstellung eines neuen Landes-Dienstleistungszentrums, in das die Mitarbeiter übersiedeln sollen. Diskutiert wird zudem eine Initiative, den Gebäudebestand zu erhalten und ihn entkernt für Wohnzwecke weiterzuverwenden – ein Konzept, das bislang nicht als fertiges Projekt vorliegt.

Was heißt das für Vermieter?

Der Fall zeigt, wie stark der politische Wille zur Umwidmung von Büro- in Wohnflächen inzwischen ist, sofern Eigentümer und Lage passen. Für private Vermieter mit Büro- oder Verwaltungsobjekten in guten Lagen unterstreicht das den Trend zur Wohnnutzung, auch wenn der Salzburger Weg über einen gemeinnützigen Träger und einen Landtagsbeschluss läuft und sich nicht direkt auf private Umwidmungen übertragen lässt. Wer ähnliche Bestandsimmobilien besitzt, sollte das Potenzial für Wohnraumschaffung im Auge behalten – die Nachfrage nach entwicklungsfähigen Flächen bleibt hoch.