Steirische Bauinnung will Baukosten um 10% senken

Die steirische Bauinnung plant ein Standardmodell für den Geschoßwohnbau, das Errichtungskosten um bis zu 10 Prozent senken soll.
Die steirische Bauinnung arbeitet über die Landesinnung Bau an einem Standardmodell für den Geschoßwohnbau, das die Baukosten um bis zu 10 Prozent reduzieren soll. Das berichtet solidbau.at. Ein bereits beschlossenes Fördermodell oder eine geänderte Rechtsvorschrift ist damit derzeit nicht verbunden – es handelt sich um eine Initiative der Bauwirtschaft.
Hintergrund ist die bestehende steirische Geschoßbauförderung, die weiterhin mit einer Kostenobergrenze von 2.600 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche arbeitet. Bei energetisch innovativen Projekten, Holzbauten, kleingliedrigen Objekten oder betreutem Wohnen sind bis zu 2.850 Euro pro Quadratmeter zulässig. Die Förderbeiträge selbst liegen laut den amtlichen Infoblättern des Landes bei bis zu 2.100 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise als Zuschuss von 2 oder 3 Prozent auf Kapitalmarktdarlehen, sonstige Fremdmittel oder Eigenmittel über eine Laufzeit von 30 Jahren.
Das Land Steiermark verweist parallel auf die Wirkung der reformierten Förderung: Im sogenannten Geschoßbauturbo sind rund 1.100 geförderte Wohnungen entstanden, insgesamt zählt das Land innerhalb von zweieinhalb Jahren mehr als 5.500 neue geförderte Wohneinheiten im Bereich Geschoßwohnbau Steiermark. Die zuletzt aktualisierten Förderunterlagen stammen aus Jänner 2025.
Die Geschoßbauförderung richtet sich in erster Linie an gemeinnützige Bauvereinigungen und Gemeinden, wie aus dem Transparenzportal des Landes hervorgeht. Ein Standardmodell der Bauinnung würde also nicht direkt neue Förderregeln schaffen, sondern die Bauabläufe und Planungsprozesse im Geschoßwohnbau Steiermark vereinheitlichen – mit dem Ziel, Errichtungskosten zu senken.
Rechtlicher Rahmen für Bauvorhaben in der Steiermark bleibt das Steiermärkische Baugesetz 1995. Bauabgaben werden von den Gemeinden über einen Einheitssatz je Quadratmeter neu gewonnener Bruttogeschoßfläche festgelegt.
Was heißt das für Vermieter?
Für private Vermieter in der Steiermark ändert sich durch die Ankündigung der Bauinnung vorerst nichts Rechtliches. Sollte das Standardmodell für den Geschoßwohnbau Steiermark tatsächlich umgesetzt werden, könnten sinkende Errichtungskosten aber auch frei finanzierte Neubauprojekte günstiger machen und damit die Kalkulation für Vermieter verbessern. Wer ein gefördertes Neubauprojekt plant, sollte weiterhin die geltenden Kostenobergrenzen von 2.600 beziehungsweise 2.850 Euro pro Quadratmeter im Blick behalten, da sie über die Förderfähigkeit entscheiden.
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