Tirol vergibt 84 Millionen Euro Wohnbauförderung im Q3 2026

Redaktion2 min read26.09.2026, 00:00vor 7 Tagen
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Tirol vergibt 84 Millionen Euro Wohnbauförderung im Q3 2026

Das Land Tirol hat im dritten Quartal 2026 insgesamt 84 Millionen Euro Wohnbauförderung für Neubau, Sanierung und größere Bauvorhaben zugesichert.

Das Land Tirol hat im dritten Quartal 2026 insgesamt 84 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung zugesichert. Wie die Kronen Zeitung berichtet, verteilen sich die Mittel auf rund 64 Millionen Euro für Neubauprojekte und knapp 20 Millionen Euro für Sanierungen. Zusätzlich wurden 51 Millionen Euro für größere objektgeförderte Bauvorhaben freigegeben.

Damit fließt deutlich mehr Geld in den Fördervollzug, als das ursprüngliche Tiroler Wohn- und Eigentumspaket vorsah. Dort waren 66 Millionen Euro für zusätzliche Wohnungen und rund 15 Millionen Euro für Sanierung eingeplant, verbunden mit dem Ziel von etwa 530 zusätzlichen Wohnungen in der Region.

Das Paket sah eine Zinsunterstützung von 1,5 Prozent der Kreditsumme vor, bei einer Mindestkreditsumme von 50.000 Euro und einer maximal förderfähigen Summe von 200.000 Euro. Die Antragstellung dafür lief von 1. September 2024 bis 31. März 2025, die jährliche Zinsunterstützung ist bis 2028 vorgesehen.

Gegenüber der ursprünglichen Ankündigung hat sich der Schwerpunkt verschoben: Sanierungsförderungen sind im laufenden Vollzug 2026 stärker sichtbar als in der ersten Paketvariante. Das betrifft vor allem energetische Maßnahmen und substanzielle Verbesserungen an Bestandsobjekten.

Anträge zur Wohnbauförderung, Wohnhaussanierung und für Wohnbeihilfen sind in Tirol je nach Förderart bei den Bezirkshauptmannschaften, beim Amt der Tiroler Landesregierung oder beim Stadtmagistrat Innsbruck einzubringen. Rechtsgrundlage bleibt die Tiroler Wohnbauförderung mit den aktuellen Richtlinien des Landes.

Was heißt das für Vermieter?

Für Vermieter mit klassischen Mietobjekten ist die Meldung vor allem indirekt relevant, weil die Zinsunterstützung ursprünglich auf natürliche Personen beim Eigenerwerb zugeschnitten war. Wer aber ein Bestandsobjekt in Tirol sanieren will, findet mit den rund 20 Millionen Euro für Sanierungen ein konkretes Förderfenster für thermische oder bauliche Verbesserungen. Fällt ein Vorhaben unter die objektgeförderte Bauform, eröffnen die freigegebenen 51 Millionen Euro zusätzlichen Spielraum für größere Projekte. Mittelfristig kann das zusätzliche Neubau- und Sanierungsangebot auch die Vermietbarkeit und Angebotsqualität am Tiroler Markt beeinflussen.