VÖPE fordert einfachere Finanzierung und mehr Wohnbau

Redaktion2 min read18.09.2026, 00:00vor 2 Wochen
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VÖPE fordert einfachere Finanzierung und mehr Wohnbau

Der Bauträgerverband VÖPE hat bei seiner Herbstkonferenz in Wien einfachere Immobilienfinanzierungen und schnellere Verfahren gefordert, um den Wohnbau in Österreich anzukurbeln.

Der Verband der institutionellen Projektentwickler Österreichs (VÖPE) hat am 16. September 2026 in Wien seine Herbstkonferenz unter dem Titel „Einfach finanzieren, kräftig bauen“ abgehalten. Kommuniziert wurde das Ergebnis am 17. September: Der Verband fordert erneut erleichterte Finanzierungsbedingungen und schnellere Genehmigungsverfahren, um den österreichischen Wohnbau wieder in Schwung zu bringen.

Im Zentrum der Konferenz standen Finanzierung, Regulatorik, serielles Bauen, Sanierung und beschleunigte Verfahren. Die VÖPE argumentiert, dass hohe Baukosten, restriktive Kreditvergabe und langwierige Bewilligungsprozesse Bauträger und Investoren derzeit gleichermaßen ausbremsen.

Wiedereinführung von Garantien gefordert

Bereits 2025 und 2026 hatte die VÖPE eine Wiedereinführung der Wohnbau-Investitionsfinanzierung über staatliche Garantien und Mittel der Europäischen Investitionsbank (EIB) vorgeschlagen. Ergänzend fordert der Verband steuerliche Entlastungen bei Finanzierungskosten, um Projekte trotz gestiegener Zinsen realisierbar zu halten.

Neu an der Herbstkonferenz ist vor allem die Bündelung dieser Forderungen zu einem gemeinsamen Paket. Finanzierung, serielles Bauen und Verfahrensbeschleunigung werden nicht mehr getrennt, sondern als zusammenhängendes Maßnahmenbündel präsentiert.

UVP-Vereinfachung als politischer Bezugspunkt

Die VÖPE verweist zudem auf die von der Bundesregierung angekündigte Vereinfachung der UVP-Verfahren (Umweltverträglichkeitsprüfung). Besonders begrüßt der Verband die geplante Abschaffung von Doppelprüfungen, die Projekte bislang zusätzlich verzögert haben. Ein konkretes Gesetz mit Inkrafttretensdatum liegt dazu bislang nicht vor.

Neben der Verfahrensbeschleunigung nennt die VÖPE auch Sanierungskosten als Hebel: Der Verband spricht sich für kosteneffizientere Rahmenbedingungen bei der energetischen Sanierung des Bestands aus, ebenso für eine bessere Umlagemöglichkeit entsprechender Investitionen.

Was heißt das für Vermieter?

Für private Vermieter ergibt sich aus der Konferenz keine unmittelbare neue Pflicht, die Themen betreffen zunächst Projektentwickler und deren Finanzierungsstruktur. Mittelbar ist die Debatte aber relevant: Gelingt es, Finanzierung und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen, könnte das Wohnungsangebot in Wien, Graz und Linz mittelfristig wachsen und damit auch den Mietmarkt entlasten. Wer selbst Sanierungen plant, sollte die angekündigten steuerlichen Erleichterungen und mögliche neue Förderlinien im Blick behalten, auch wenn konkrete Gesetzestexte dazu noch fehlen.