Wiener Büromarkt: Neuvermietungen brechen im Q2 ein

Redaktion1 min read22.09.2026, 00:00vor 2 Stunden
Share X LinkedIn
Wiener Büromarkt: Neuvermietungen brechen im Q2 ein

Im zweiten Quartal 2026 wurden am Wiener Büromarkt nur rund 20.600 Quadratmeter neu vermietet – der schwächste Wert seit fünf Jahren.

Am Wiener Büromarkt ist die Vermietungsleistung im zweiten Quartal 2026 auf rund 20.600 Quadratmeter eingebrochen. Das ist laut dem Immobiliendienstleister CBRE der niedrigste Quartalswert seit dem zweiten Quartal 2021, als lediglich 15.250 Quadratmeter neu vermietet wurden.

Im gesamten ersten Halbjahr 2026 kamen in Wien rund 74.650 Quadratmeter an Büroflächen unter neue Verträge. Der Großteil davon entfiel auf das erste Quartal – das zweite Quartal trug nur noch einen Bruchteil zum Halbjahresergebnis bei.

CBRE macht dafür einen Entscheidungsstau bei Unternehmen verantwortlich. Firmen zögern demnach Anmietungsentscheidungen hinaus, statt neue Bürostandorte zu fixieren oder bestehende Verträge zu verlängern.

Betroffen sind vor allem größere Bürocluster wie jener entlang der Lassallestraße beim Austria Campus nahe dem Wiener Praterstern, einem der zentralen Neubaugebiete für Büroflächen der vergangenen Jahre.

Was heißt das für Vermieter?

Für Eigentümer von Gewerbeimmobilien in Wien bedeutet die schwache Vermietungsleistung längere Leerstandszeiten und mehr Verhandlungsspielraum für Mieter bei Konditionen und Incentives. Wer aktuell eine Büroimmobilie vermarktet, sollte mit längeren Vermarktungszeiten kalkulieren und Mietvertragsverlängerungen mit Bestandsmietern aktiv ansprechen, statt auf Neuvermietung zu setzen. Für Kaufinteressenten am Wiener Büromarkt kann die Flaute mittelfristig zu attraktiveren Einstiegspreisen führen, sofern sich der Entscheidungsstau bei Unternehmen nicht rasch auflöst.