Wohnungsbau 2026: Mehr Genehmigungen, höhere Baukosten

Redaktion2 min read22.09.2026, 00:00vor 2 Stunden
Share X LinkedIn
Wohnungsbau 2026: Mehr Genehmigungen, höhere Baukosten

Baubewilligungen in Österreich steigen im ersten Quartal 2026 deutlich, während der Baukostenindex im August auf 105,6 Punkte klettert.

Österreichs Wohnungsbau zeigt 2026 zwei gegenläufige Trends gleichzeitig: Die Zahl der genehmigten Wohnungen legt zu, doch das Bauen selbst wird spürbar teurer. Laut Statistik Austria lag der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau im August 2026 bei 105,6 Punkten, ein Plus von 5,3 % gegenüber August 2025.

Schon im Juli hatte der Index mit 105,5 Punkten ein Jahresplus von 5,2 % erreicht, im März waren es 102,3 Punkte. Der Kostenanstieg zieht sich damit über mehrere Monate und ist kein einmaliger Ausschlag.

Gegenläufig entwickelt sich die Genehmigungsseite: Im ersten Quartal 2026 wurden österreichweit 11.804 Wohnungen bewilligt, ein Anstieg von 7,7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025. Das meldet das Immobilienmedium Immomedien unter Berufung auf aktuelle Bewilligungszahlen.

Mehr Baubewilligungen treffen damit auf spürbar höhere Baukosten, eine Kombination, die Projektkalkulationen für Neubau und Sanierung 2026 komplizierter macht als im Vorjahr.

Was heißt das für Vermieter?

Wer Neubau, Dachausbau oder Aufstockung plant, sollte mit Baukosten kalkulieren, die spürbar über dem Niveau von 2025 liegen, Angebote von vor einem Jahr sind kaum mehr belastbar. Bei Ankäufen von Neubauobjekten lohnt der Blick darauf, ob der Kaufpreis die aktuelle Kostenentwicklung schon eingepreist hat oder noch auf älteren Kalkulationen beruht. Auch bei Modernisierungsumlagen und geplanten Mieterhöhungen sollten Eigentümer die gestiegenen Baukosten realistisch gegenrechnen, um Renditeeinbußen zu vermeiden.