Strabag-Manager: Wiener Donaucity als Standort unterschätzt

Redaktion2 min read15.09.2026, 00:00vor 3 Wochen
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Strabag-Manager: Wiener Donaucity als Standort unterschätzt

Strabag-Manager Erol Milo sieht in der Wiener Donaucity einen bislang unterschätzten Immobilienstandort mit ungenutztem Potenzial.

Erol Milo, Head of Commercial Real Estate bei der Strabag, hat urbane Flächen am Wasser in Wien als bislang unterschätzten Investitionsstandort bezeichnet. In der Interviewreihe „Lagefragen“ der „Presse“ nannte er konkret die Donaucity als Beispiel für eine Lage, deren Wert am Markt noch nicht ausreichend erkannt werde.

Milo verwies darauf, dass andere Großstädte längst vorzeigen, wie wertvoll Grundstücke direkt am Wasser sein können. Für die Wiener Donaucity sieht er hier noch Aufholbedarf, sowohl bei der Wahrnehmung als auch bei der tatsächlichen Nutzung solcher Flächen.

Auf die Frage, worauf er bei Immobilieninvestitionen zuerst achte, nannte der Strabag-Manager Lage und Nachbarschaft als wichtigste Kriterien. Diese Prioritäten würden sich seiner Einschätzung nach so schnell nicht ändern, unabhängig von kurzfristigen Markttrends. Gerade Standorte wie die Donaucity profitierten davon, dass sich diese Bewertungsmaßstäbe kaum verschieben.

Besonderes Potenzial sieht Milo bei Gebäuden mit Geschichte, Charakter, Freiflächen und hohen Räumen. Solche Objekte böten viel Spielraum für Entwicklung und ließen sich flexibel neu nutzen. Ein Fehler, den Investoren vermeiden sollten: die eigene Vision unhinterfragt über die Realitäten des Marktes zu stellen, so Milo.

Als Inspiration nannte er das Opernhaus von Oslo an der Bjørvika-Bucht. Dort habe ihn beeindruckt, wie viele Freiflächen des Gebäudes öffentlich zugänglich sind, ohne dass die Funktionalität für den Bühnenbetrieb darunter leidet – ein Beispiel dafür, wie sich öffentlicher Raum und komplexe Nutzung verbinden lassen.

Was heißt das für Vermieter?

Wer in Wien in Gewerbe- oder Wohnimmobilien investiert, sollte Wasserlagen wie die Donaucity stärker im Blick behalten, statt sie als reine Bürostandorte abzutun. Gebäude mit Charakter und Freiflächen lassen sich oft besser weiterentwickeln als reine Zweckbauten. Wer langfristig plant, tut laut Milo gut daran, bei der Standortwahl auf Lage und Nachbarschaft zu setzen statt auf kurzfristige Trends.