Umfrage: Mehrheit der Österreicher setzt auf Immobilien

Redaktion3 min read03.09.2026, 00:00vor 3 Wochen
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Umfrage: Mehrheit der Österreicher setzt auf Immobilien

Eine willhaben-Umfrage zeigt: 81,4 Prozent der Österreicher halten Immobilien für eine sinnvolle Kapitalanlage, in Vorarlberg ist die Zustimmung besonders hoch.

Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher hält Immobilien weiterhin für eine sinnvolle Kapitalanlage. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage von willhaben und Marketagent, die am 2. September veröffentlicht wurde. Insgesamt 81,4 Prozent der Befragten bewerten Immobilien positiv als Investment, 17,1 Prozent halten sie sogar für die beste Kapitalanlage überhaupt.

Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung in Vorarlberg: Dort sehen 31,6 Prozent Immobilien als Anlageform Nummer eins – fast doppelt so viele wie im Österreich-Schnitt. Gleichzeitig bleibt ein Teil der Befragten vorsichtig: 28,6 Prozent halten Immobilien nur unter bestimmten Marktbedingungen für eine gute Kapitalanlage. Männer äußern sich hier mit 30,7 Prozent skeptischer als Frauen mit 25,7 Prozent.

Haus mit Garten bleibt Wohntraum Nummer eins

Unabhängig vom Anlagegedanken zeigt die Umfrage auch die Wohnwünsche der Menschen zur Eigennutzung. Mit 46,2 Prozent liegt das Haus mit Garten klar an erster Stelle, vor der Immobilie am Wasser (14,8 Prozent) und dem Bauernhof (6,7 Prozent). Frauen wünschen sich das Haus mit Garten mit 49,6 Prozent etwas häufiger als Männer mit 43,3 Prozent.

Regional sticht das Burgenland hervor: 55,5 Prozent träumen dort vom Haus mit Garten, 23,3 Prozent vom Wohnen am Wasser – beide Werte liegen deutlich über dem Bundesschnitt. Auch das Schloss als Wohntraum hat regionale Schwerpunkte, etwa im Burgenland (7,9 Prozent) und in der Steiermark (7,4 Prozent), während die Altbauwohnung in Vorarlberg mit 9,8 Prozent rund dreimal so häufig genannt wird wie österreichweit.

Fehlendes Eigenkapital häufigster Hinderungsgrund

Die Studie befragte auch jene Menschen gezielt, die zuletzt zwar auf Immobiliensuche waren, aber ausdrücklich nicht nach Eigentum. Der mit Abstand häufigste Grund gegen einen Kauf ist mit 37,7 Prozent fehlendes Eigenkapital, wobei Frauen dies mit 41,5 Prozent deutlich öfter angeben als Männer mit 34,2 Prozent.

Auch die Kreditvergabe bleibt ein Hindernis: 20,7 Prozent berichten, keinen Kredit zu bekommen, in Tirol sind es sogar 31,7 Prozent. Der Wunsch nach Flexibilität spielt ebenfalls eine Rolle – 20,1 Prozent möchten jederzeit umziehen können, besonders häufig in der Steiermark (29,6 Prozent) und in Kärnten (29,5 Prozent). Hohe Nebenkosten schrecken 19,8 Prozent ab, allen voran in Salzburg mit 30,3 Prozent.

"Dass die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher Immobilien weiterhin für eine sinnvolle Kapitalanlage hält, ist ein überaus positives Zeichen für den heimischen Markt", kommentiert Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei willhaben, die Ergebnisse.

Was heißt das für Vermieter?

Die Umfrage bestätigt, dass Immobilien in der öffentlichen Wahrnehmung als stabile Kapitalanlage gelten – ein Rückenwind für den österreichischen Vermietungsmarkt. Gleichzeitig zeigt die hohe Zahl an Interessenten ohne Eigenkapital, dass die Nachfrage nach Mietwohnungen absehbar hoch bleibt. Für Eigentümer, die eine Vermietung erwägen, ist das ein Argument für längerfristige Investitionen statt kurzfristiger Verkaufsüberlegungen.