Eigentumspreise in Österreich: Regionale Kluft bestätigt sich

Neue Marktzahlen für 2026 bestätigen die tiefe Preiskluft zwischen Wien, Westösterreich und den günstigeren Bundesländern beim Eigentumserwerb.
Der österreichische Wohnungsmarkt zeigt 2026 eine anhaltend große Preiskluft zwischen den Regionen: Das meldet fondsprofessionell.at unter Berufung auf aktuelle Preisstatistiken. Damit bestätigt sich ein Trend, der bereits aus anderen Marktberichten bekannt ist.
Österreichweit liegt der Medianpreis 2025 bei 4.162 €/m² für Eigentumswohnungen und 2.836 €/m² für Einfamilienhäuser. In Wien werden für Eigentumswohnungen 5.212 €/m² verlangt, bei Häusern sogar 5.376 €/m² – deutlich über dem Bundesschnitt. Westösterreich liegt laut den Daten ebenfalls klar über dem Median, während Burgenland und Steiermark zu den günstigeren Regionen zählen.
Der Wohnimmobilienpreisindex der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) weist für das zweite Quartal 2026 einen Wert von 274,0 aus und bestätigt damit eine leichte, aber anhaltende Preisdynamik. Parallel dazu meldet die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für 2026 ein Plus von 1,23 % bei Eigentumswohnungen im Erstbezug und 1,82 % bei gebrauchten Wohnungen. Konkret liegt der Quadratmeterpreis laut WKÖ-Preisspiegel bei 3.602,97 € für Neubau und 2.278,72 € für Bestandsimmobilien.
Auch in Wien zeigt sich diese Differenzierung: Für April 2026 werden 3.810,48 €/m² bei gebrauchten Eigentumswohnungen und 5.430,61 €/m² im Erstbezug genannt. Die Schere zwischen Neubau und Bestand bleibt damit ein zentrales Merkmal des Marktes, ebenso wie das Preisgefälle zwischen der Bundeshauptstadt und den günstigeren Bundesländern.
Was heißt das für Vermieter?
Für Kaufinteressenten bleibt die Standortwahl entscheidend: Wien und Westösterreich verlangen deutlich höhere Einstiegspreise als der Bundesmedian, was die Renditekalkulation erschwert, wenn Mieten nicht im gleichen Tempo steigen. Bestandsobjekte bieten oft einen günstigeren Einstieg, während Neubau mit höheren Anschaffungskosten, aber potenziell stabileren Erträgen verbunden ist. In günstigeren Regionen wie Burgenland oder Steiermark sinkt zwar die Kaufhürde, meist jedoch auch das erzielbare Mietniveau.
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