ImmoScout24: Wiener fühlen sich in Wohnung am beengtesten

Laut ImmoScout24-Umfrage empfinden 27 Prozent der Wiener ihre Wohnung als zu klein – deutlich mehr als im Rest Österreichs.
Für drei Viertel der Österreicher:innen passt die Wohnfläche zu den Bedürfnissen des Haushalts, in Wien empfindet dagegen mehr als jede vierte Person die eigene Immobilie als zu klein. Das zeigt eine aktuelle Trendstudie von ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten, über die die Immobilien Redaktion berichtet.
Bundesweit halten 15 Prozent ihre Wohnimmobilie für zu klein, 11 Prozent für zu groß. Am zufriedensten sind demnach die 50- bis 69-Jährigen, während sich Jüngere und Menschen mittleren Alters häufiger mehr Platz wünschen.
Häuser passen besser als Wohnungen
Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede nach Immobilienart. 81 Prozent der Hausbewohner:innen empfinden ihre Fläche als passend, bei Wohnungsbewohner:innen sind es nur 70 Prozent. In Wohnungen fehlt Platz weit häufiger als er übrig ist: 22 Prozent empfinden ihre Wohnung als zu klein, nur 7 Prozent als zu groß. Bei Häusern verhält es sich umgekehrt, hier klagen 14 Prozent über zu viel Fläche, lediglich 5 Prozent über zu wenig.
Wien mit stärkstem Platzmangel
Auch die Lage beeinflusst das Empfinden. In Städten insgesamt sagen 23 Prozent, ihre Wohnfläche sei zu klein, am Stadtrand sind es 15 Prozent, im Umland und in Dörfern jeweils 10 Prozent. Wien sticht dabei besonders hervor: 27 Prozent der Wiener:innen geben laut ImmoScout24 an, mehr Fläche zu benötigen.
Als Hauptgründe für den Platzmangel nennen die Befragten fehlenden Stauraum wie Keller oder Abstellräume (42 Prozent), Platzbedarf für Hobbys (40 Prozent) sowie Nachwuchs (38 Prozent). Auch das Zusammenlegen von Haushalten oder der Wunsch nach einem Arbeitszimmer spielen eine Rolle.
Zu viel Fläche wird ebenfalls zur Belastung, vor allem bei Hausbewohner:innen sowie Personen auf über 130 Quadratmetern oder in fünf und mehr Zimmern. Jeweils 45 Prozent stören sich an ungenutzten Räumen und am Aufwand für Reinigung und Instandhaltung, 35 Prozent nennen die Kosten für Heizung und Strom als Belastung. Für 31 Prozent ist der Auszug der Kinder der Grund, warum das eigene Zuhause inzwischen zu groß geworden ist.
Was heißt das für Vermieter?
Die Zahlen bestätigen einen anhaltenden Bedarf an kompaktem, aber gut nutzbarem Stauraum in Wiener Stadtwohnungen. Vermieter, die bei Sanierungen oder Neuvermietungen zusätzlichen Abstellraum, Keller oder flexible Raumaufteilung bieten, treffen einen klaren Nachfragepunkt. Gleichzeitig zeigt sich bei großen Häusern und Wohnungen über 130 Quadratmetern ein Potenzial für Umbau oder Teilvermietung, etwa wenn Kinder ausgezogen sind und Flächen ungenutzt bleiben.
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