Hallein-Rehhof: 3D-Betondecke spart 21 Tonnen CO2

Redaktion2 min read23.10.2026, 00:00vor 18 Stunden
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Hallein-Rehhof: 3D-Betondecke spart 21 Tonnen CO2

Die Salzburg Wohnbau hat in Hallein-Rehhof 28 geförderte Mietwohnungen mit einer 3D-gedruckten Betondecke fertiggestellt, die rund 21 Tonnen CO2 einspart.

Die Salzburg Wohnbau hat im Oktober 2026 in der Salzstadlstraße 7 in Hallein-Rehhof ein Pilotprojekt abgeschlossen: 28 geförderte Mietwohnungen, errichtet mit rund 25 Prozent weniger Baumaterial bei gleichbleibender Wohnqualität. Das Vorhaben läuft unter dem Namen REDUCE25 und zeigt, wie sich im geförderten Wohnbau Baumaterial sparen lässt. Über die Fertigstellung berichteten die Salzburger Nachrichten.

Herzstück ist eine 3D-gedruckte Betondecke. Laut Salzburg Wohnbau kommt sie mit 34 Prozent weniger Beton und 26 Prozent weniger Bewehrungsstahl aus als eine herkömmliche Decke. Gegenüber der konventionellen Bauweise ergibt das rund 21 Tonnen weniger CO2. Es handelt sich nach Angaben zum Projekt um das erste mehrgeschoßige Wohnbauprojekt Österreichs mit einer solchen Decke.

Weitere Maßnahmen im Gebäude

Neben der gedruckten Decke setzte die Salzburg Wohnbau auf Recyclingbeton und den Wandbaustoff futureBloc. Auf dem Dach sitzt eine Photovoltaikanlage. Den erzeugten Strom erhalten die Bewohner im Rahmen einer Energiegemeinschaft.

Die größten messbaren Einsparungen stammen aus der Deckenkonstruktion. Die übrigen Bausteine ergänzen das Konzept, werden in den Projektangaben aber nicht einzeln beziffert.

Was heißt das für Vermieter?

Eine neue gesetzliche Pflicht oder Frist für private Vermieter folgt aus dem Projekt nicht. Die 21 Tonnen CO2 sind eine Vergleichsgröße für diesen einen Neubau und lassen sich nicht auf Zinshäuser oder Sanierungen übertragen.

Als Orientierung taugt Hallein trotzdem: Wer neu baut oder umfassend umbaut und dabei Baumaterial sparen will, kann Tragwerk, Materialverbrauch und CO2-Bilanz schon in der Vorplanung vergleichen. Recyclingbeton, alternative Wandbaustoffe oder eine PV-Anlage mit Energiegemeinschaft gehören dann in die Ausschreibung. Zulassung, Verfügbarkeit und Mehrkosten sind projektbezogen zu prüfen, ebenso Netzanschluss, Abrechnung und Vertragsgestaltung bei der Stromweitergabe an Mieter.

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