Bauträger-Streit: Bankenregeln bremsen Wohnungsneubau?

Redaktion1 min read04.11.2026, 00:00vorgestern
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Bauträger-Streit: Bankenregeln bremsen Wohnungsneubau?

Der WKÖ-Fachverband der Immobilientreuhänder macht die Regulierung der Finanzmarktaufsicht für schwache Bautätigkeit verantwortlich, die FMA widerspricht.

Der Fachverband der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer (WKÖ) macht die Bankenregulierung der Finanzmarktaufsicht (FMA) für den schwachen Wohnungsneubau in Österreich verantwortlich. Die Regeln seien überschießend und hielten Banken davon ab, Kredite an gewerbliche Bauträger zu vergeben, argumentieren Fachverbandsobmann Roman Oberndorfer und WKÖ-Bauträgersprecher Hans Jörg Ulreich. Die FMA weist den Vorwurf zurück.

Die Branchenvertreter verweisen auf die Folgen am Arbeitsmarkt: Seit 2021 seien im Bauwesen bereits rund 25.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Ursache sei aus ihrer Sicht die restriktive Kreditvergabe an gewerbliche Projektentwickler, die Neubauprojekte ins Stocken bringe.

Gemeinnützige Bauträger ausgenommen

Im Zentrum der Debatte steht der sektorale Systemrisikopuffer für gewerbliche Immobilienfinanzierungen. Er verpflichtet Banken, für solche Kredite zusätzliches Eigenkapital vorzuhalten. Wohnbauten gemeinnütziger Bauträger sind von diesem Puffer ausgenommen. Die Kritik der Treuhänder richtet sich damit gegen die Finanzierung gewerblicher Bauvorhaben.

Die FMA hält dagegen und sieht die Aufsichtsregeln nicht als Ursache der Neubauflaute.

Was heißt das für Vermieter?

Wer auf neu errichtete Wohnungen als Anlageobjekt setzt, bekommt die Debatte mittelbar zu spüren: Wird weniger gebaut, bleibt das Angebot an Neubauwohnungen knapp, was Kaufpreise und Mieten im Neubausegment stützen kann. Für die eigene Finanzierung ändert der Streit zunächst nichts, relevant wird er erst, wenn die Aufsicht die Vorgaben für gewerbliche Immobilienkredite anpasst.

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