Wien-Währing: Wohnhaus soll Airbnb-Quartier werden

In der Martinstraße 12 in Wien-Währing soll ein ganzes Wohnhaus zum Ferienquartier werden, die Grünen sehen Lücken in den neuen Regeln der Stadt zur Kurzzeitvermietung.
In Wien-Währing soll ein komplettes Wohnhaus in der Martinstraße 12 als Ferienquartier genutzt werden, etwa über Airbnb. Das berichtet der Standard. Der Fall löst eine politische Debatte über die neuen Wiener Regeln zur Kurzzeitvermietung aus.
Das Gebäude ist jüngeren Datums, wirkt aber bereits heruntergekommen: Die Folie auf der Glastür blättert ab, neben dem Eingang klafft ein großes Loch im Putz, die Briefkästen sind verstaubt. An der Gegensprechanlage hängt ein zweisprachiges Schild mit der Aufforderung zu klingeln.
Die Grünen halten die neuen Wiener Vorgaben für lückenhaft. Aus ihrer Sicht lässt sich eine gewerbliche Nutzung ganzer Häuser damit nicht zuverlässig verhindern. Die SPÖ sieht das Problem dagegen als gelöst an. Die beiden Lager bewerten dieselbe Rechtslage also gegensätzlich, der Währinger Fall dient den Grünen als Beleg.
Was heißt das für Vermieter?
Wer eine Wohnung oder ein ganzes Haus kurzzeitig an Touristen vermieten will, muss in Wien derzeit mit einer politisch umkämpften und möglicherweise weiter verschärften Rechtslage rechnen. Vor einer Umwidmung von Wohnraum in Ferienquartiere sollten Eigentümer die aktuellen Wiener Vorgaben und die Bauordnung genau prüfen. Eine Nachschärfung der Regeln ist nach der Debatte nicht ausgeschlossen, das gilt es bei der Kalkulation der Rendite zu berücksichtigen.
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