Expo Real 2026: Österreichs Branche sieht Chancen in München

Redaktion2 min read05.10.2026, 00:00vor 3 Wochen
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Expo Real 2026: Österreichs Branche sieht Chancen in München

Knapp 60 österreichische Aussteller sind auf der Expo Real in München vertreten, während die Stimmung der Branche laut Umfrage deutlich gedämpfter ist als 2025.

Die internationale Immobilienbranche trifft sich von 5. bis 7. Oktober auf der Expo Real 2026 in München, knapp 60 Unternehmen aus Österreich sind als Aussteller gelistet. Erwartet werden rund 40.000 Teilnehmer. Das berichtet Die Presse.

Die Stimmung ist laut einer Umfrage im Auftrag der Messe München verhaltener als im Vorjahr: 40 Prozent der Teilnehmer bewerten die Marktlage als "(sehr) zurückhaltend" (2025: 22 Prozent). Optimistisch sind nur noch 25 Prozent, vor einem Jahr waren es 44 Prozent.

Wo heimische Akteure Chancen sehen

Mittel- und Osteuropa: Die Erste Immobilien KAG sieht ein wieder steigendes Interesse institutioneller Investoren an Immobilien. Die Erste Asset Management-Gruppe ist in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn aktiv. CEO Peter Karl setzt in einem anspruchsvollen Umfeld auf lokale Marktkenntnis und einen langfristigen Investment-Ansatz.

Hotelimmobilien: Hospitality ist eines der großen Messethemen. Martin Schaffer, CEO von mrp hotels, verweist auf ausreichend vorhandenes Kapital, aber deutlich gestiegene Anforderungen an Investments und Finanzierungen. Auch JP Immobilien stellt eine Rückkehr institutionellen Kapitals in Hospitality-Assets fest und sucht Gespräche mit Investoren und Betreibern, mit Fokus auf Spanien und Österreich.

Bestand und Transformation: Die Delta Gruppe nennt Konjunktur, den Umgang mit dem Bestand und die Transformation von Immobilien als zentrale Themen. Das Unternehmen bleibt weiterhin in der Ukraine aktiv.

Wohnbau in Deutschland: Hawlik Gerginski Architekten planen bei Dortmund ein Quartier mit neun Wohnhäusern und 400 Wohnungen. In Sofia befindet sich das Büro noch in der Akquise- und Studienphase.

Digitalisierung: ImmoScout24 stellt gemeinsam mit der Schwesterfirma Exploreal ein neues Produktportfolio vor und baut digitale Lösungen für Daten, Bewertung und Grundbuch aus. Künstliche Intelligenz soll dort ansetzen, wo sie im Arbeitsalltag von Immobilienprofis konkreten Mehrwert bringt.

Was heißt das für Vermieter?

Die Aussagen zeigen, wo heimische Marktteilnehmer Kapital und Transaktionen erwarten: bei institutionellen Investoren in Mitteleuropa und im Hotelsegment. Für private Vermieter in Österreich ändert sich dadurch nichts unmittelbar. Die gedämpfte Branchenstimmung und die höheren Finanzierungsanforderungen gelten aber als Rahmen für Ankäufe, bei denen eine saubere Renditeberechnung vorab zählt.

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