KONE-Studie: Wiener nutzen Aufzüge am frühesten in Europa

Laut einer KONE-Auswertung von zwei Milliarden Aufzugsfahrten in 18 europäischen Städten starten die Wiener am frühesten in den Tag und fahren am häufigsten zwischen 5 und 8 Uhr.
Wien verzeichnet den höchsten Anteil an Aufzugsfahrten zwischen 5 und 8 Uhr morgens und hat die früheste durchschnittliche Fahrzeit am Morgen aller untersuchten Städte. Das geht aus einer Studie des Aufzugsherstellers KONE hervor, über die der KURIER berichtet.
Ausgewertet wurden zwei Milliarden Fahrten in 18 europäischen Städten. Die Daten stammen aus einem wachsenden Netzwerk cloudvernetzter Aufzüge, in dem jede Fahrt zwischen den Etagen gezählt wird.
Unterschiede zwischen den Städten
Amsterdam liegt am anderen Ende der Skala: Die erste Fahrt des Tages findet dort in der Regel um 9:09 Uhr statt, erst um 11 Uhr ist ein Viertel aller täglichen Fahrten erreicht.
Luxemburg hat den stärksten Mittagsansturm Europas. 80 Prozent der Fahrten entfallen dort auf Bürogebäude. In Barcelona beginnt die Essenspause später und dauert länger als anderswo: Die Aktivität erreicht um 14 Uhr ihren Höhepunkt und bleibt vier Stunden lang hoch.
In London finden 17 Prozent der Fahrten mit Büroaufzügen außerhalb der regulären Arbeitszeiten statt. In Brüssel liegt die Nutzung von Aufzügen in Wohngebäuden zu Mittag leicht über den Pendler-Spitzenzeiten, was laut KONE auf überdurchschnittlich viel Homeoffice hindeutet.
Manchester führt bei den Nachtfahrten: Mehr als vier Prozent aller Fahrten liegen zwischen Mitternacht und 4 Uhr, doppelt so viele wie im europäischen Schnitt. Auch die Urlaubssaison zeigt sich in den Daten. In Mailand sinkt die Liftnutzung in Wohnhäusern im August um 53 Prozent, der niedrigste Wert in Europa. Stockholm macht bereits im Juli Pause.
Bestand bleibt im Einsatz
KONE verweist darauf, dass bis zu 95 Prozent des heutigen Gebäudebestands in Europa auch 2050 noch genutzt werden. Die Modernisierung der Anlagen sei daher nötig.
Was heißt das für Vermieter?
Die Studie liefert Verhaltensdaten, keine Mietmarktzahlen; direkte Auswirkungen auf Mieten oder Betriebskosten lassen sich daraus nicht ableiten. Relevant ist allenfalls der Hinweis auf den Modernisierungsbedarf bei Aufzügen in Bestandsgebäuden, etwa in Wiener Gründerzeithäusern. Wer dort investiert, sollte Kosten und Verteilung bei der Betriebskostenabrechnung im Blick behalten.
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