ÖBB kaufen Bahnhof Wien-Mitte samt Mall und Büros zurück

Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat den Rückkauf des Bahnhofskomplexes Wien-Mitte beschlossen, inklusive Shoppingcenter und Büroflächen.
Die ÖBB holen den Bahnhofskomplex Wien-Mitte im dritten Wiener Gemeindebezirk zurück. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG stimmte dem Rückkauf am Freitag zu, wie das Unternehmen mitteilte. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Teil der Übernahme sind neben dem Bahnhof auch das Shoppingcenter "The Mall" und die Büroflächen des Komplexes. Verkäufer ist eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing.
Vom Verkauf 2005 zum Rückkauf
Die ÖBB hatten die Liegenschaft 2005 an die damalige BA/CA-Gruppe verkauft. Diese verwertete sie später selbst weiter, am Ende der Kette stand die nun verkaufende Investorengruppe. Mit dem Beschluss kehrt der Standort nach rund zwanzig Jahren in den Besitz des Bahnkonzerns zurück.
Der Komplex liegt direkt an einem der zentralen Verkehrsknoten Wiens, an dem Bahn, U-Bahn und S-Bahn zusammenlaufen. Zu Finanzierung und Zeitplan der Übernahme machte das Unternehmen laut Meldung keine Angaben.
Was heißt das für Vermieter?
Für private Vermieter hat der Deal keine direkten Folgen, er ist eine Transaktion im Gewerbe- und Investmentsegment. Er zeigt aber, dass Großinvestoren Zentrumslagen mit Bahnanbindung nach Jahren der Weiterreichung wieder abgeben und die öffentliche Hand sie zurückkauft. Wer in der Umgebung Wohnungen vermietet, profitiert langfristig von der Bedeutung des Standorts als Verkehrsdrehscheibe. Für die eigene Objektbewertung bleibt die konkrete Lage und der Marktwert der Immobilie maßgeblich.
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