Energieeffizienz

PV-Förderung 2026: Neuer Entwurf & Strukturreform geplant

Wolfgang Staufer3 min read24.07.2026, 00:00vorgestern
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PV-Förderung 2026: Neuer Entwurf & Strukturreform geplant

Die Regierung legt einen neuen Entwurf zur PV-Förderung vor und bindet die Branche ein. Was Eigentümer jetzt über den dritten Fördercall wissen müssen.

PV-Förderung 2026: Regierung legt neuen Entwurf vor

Die PV-Förderung 2026 steht vor einem Wendepunkt. Nachdem der zweite Fördercall für Photovoltaikanlagen innerhalb von Sekunden ausgeschöpft war, reagiert die österreichische Regierung nun mit einem konkreten Reformschritt: Am 23. Juli 2026 wurde ein neuer Entwurf zur Neugestaltung des Fördersystems präsentiert – und erstmals wird die Branche aktiv in den Prozess eingebunden.

Das Ziel ist klar: Der dritte Fördercall soll strukturell so aufgestellt werden, dass er die bekannten Engpässe der Vergangenheit überwindet. Für Eigentümer mit Sanierungsinteresse ist diese Entwicklung besonders relevant.


Warum ein neuer Entwurf notwendig wurde

Das bisherige System der Photovoltaik-Förderung in Österreich hat sich in der Praxis als anfällig erwiesen. Calls, die in Sekundenbruchteilen ausgeschöpft werden, schaffen keine verlässliche Planungsgrundlage für private Eigentümer oder gewerbliche Vermieter.

Die Kritik aus der Branche war deutlich: Wer eine Sanierung plant, kann sein Vorhaben nicht von einem Förderfenster abhängig machen, das faktisch nicht zugänglich ist. Die Regierung hat diese Kritik nun offenbar aufgegriffen und reagiert mit strukturellen Überlegungen statt nur einem weiteren schnellen Call.


Was der neue Entwurf zur Strukturreform vorsieht

Details des Entwurfs sind noch nicht vollständig veröffentlicht, doch erste Informationen zeichnen ein klareres Bild. Die wesentlichen Punkte der geplanten Strukturreform Photovoltaik umfassen:

  • Überarbeitung der Call-Mechanik: Statt eines einmaligen Zeitfensters sollen Förderanträge künftig kontinuierlicher bearbeitet werden können.
  • Einbindung der Branche: Installateure, Energieberater und Verbände werden in den Konsultationsprozess zum dritten Fördercall einbezogen.
  • Kapazitätsorientierte Kontingente: Die Fördertöpfe sollen besser auf die tatsächliche Nachfrage abgestimmt werden.
  • Vereinfachte Antragstellung: Bürokratische Hürden sollen abgebaut werden, um auch kleinere Eigentümer anzusprechen.
  • Klarere Fristen und Kommunikation: Antragsteller sollen frühzeitig über Zeitpunkt und Konditionen des nächsten Calls informiert werden.

Ob und in welchem Umfang diese Punkte tatsächlich umgesetzt werden, hängt vom Ergebnis des laufenden Konsultationsprozesses ab.


Dritter Fördercall: Was Eigentümer jetzt tun können

Der dritte Fördercall wird voraussichtlich nicht vor Herbst 2026 stattfinden. Eigentümer, die eine Photovoltaikanlage im Rahmen einer Sanierung planen, sollten diese Zwischenphase aktiv nutzen.

Vorbereitung ist der entscheidende Vorteil

Wer beim nächsten Call dabei sein will, sollte jetzt nicht abwarten. Eine frühzeitige Planung erhöht die Chancen erheblich – unabhängig davon, wie der finale Entwurf zur Strukturreform aussieht.

Konkret empfehlen sich folgende Schritte:

  1. Angebote einholen: Mehrere Installationsbetriebe kontaktieren und Vergleichsangebote einholen.
  2. Energieberatung nutzen: Eine geförderte Energieberatung liefert die nötige Dokumentation für den Förderantrag.
  3. Förderportale beobachten: OeMAG und Klimafonds kommunizieren neue Calls über ihre offiziellen Kanäle.
  4. Kombinationsfördermöglichkeiten prüfen: PV-Anlagen lassen sich häufig mit Sanierungsförderungen oder steuerlichen Begünstigungen kombinieren.

Was die Einbindung der Branche bedeutet

Dass die Regierung Branchenvertreter aktiv in den Entwurfsprozess einbindet, ist ein ungewöhnlicher und positiver Schritt. In der Vergangenheit wurden Förderstrukturen oft ohne ausreichende Abstimmung mit der Praxis verabschiedet – mit den bekannten Folgen.

Die erneuerbare Energie Förderung in Österreich steht unter erheblichem Reformdruck. Die EU-Vorgaben zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors und steigende Energiepreise machen Photovoltaik für Eigentümer wirtschaftlich attraktiver denn je. Gleichzeitig braucht es ein Fördersystem, das diese Nachfrage strukturiert bedienen kann.


Fazit: Jetzt planen, nicht warten

Für Eigentümer mit Sanierungsinteresse gilt: Der neue Entwurf zur PV-Förderung 2026 ist ein positives Signal – aber kein Grund, die eigene Planung aufzuschieben. Wer gut vorbereitet in den dritten Fördercall geht, hat deutlich bessere Chancen auf eine erfolgreiche Förderung.

SmartLandlord.AT beobachtet die Entwicklung rund um den Entwurf und die Strukturreform kontinuierlich und informiert Sie, sobald konkrete Details zum dritten Fördercall bekannt sind.